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www.rhetorik.ch aktuell: (09. Dez, 2007)

Lahme oder spannende Bundesratswahl?

Rhetorik.ch Artikel zum Thema:
Diese Woche zeigt sich, wer im Bundesrat wie gewählt wird. In der NZZ am Sonntag fanden wir folgende Ausgangslage:



Am Dienstag dieser Woche wird sich zeigen, was die CVP beabsichtigen wird. Sie könnte - zusammen mit den Grünen und der SP - Blocher abwählen. Denn nach "20 Minuten" heisst es:

Darbellay soll Blocher aus dem Amt jagen.


CVP-Chef Christophe Darbellay bietet sich als Sprengkandidat gegen SVP-Bundesrat Christoph Blocher an. Im Interview mit der "SonntagsZeitung" sagt Darbellay, er sei zwar nicht offizieller Kandidat, eine Wahl werde er aber nicht ausschlagen.

Ob die abstrusen Äusserungen von Gerhard Blocher im analysierten TV Film dem Bruder im Bundesrat auch noch einige Stimmen kosten, wird sich zeigen. Die Ausgangslage ist jedenfalls knapp. Jede Stimme zählt. Gefährlich kann es Blocher werden - bei der Wahl um Vicepräsidenten. Wenn man ihm hier abstrafen kann, so wäre dies eine Tat, die es während hundert Jahren nie gegeben hat - eine historische Strafe! Die Gegnerschaft Blochers (im CVP Lager rund um die frustrierte Lukrezia Meier-Schatz) wird bestimmt alle Register ziehen, um Blocher abzuwählen oder ihm wenigstens einen Denkzettel zu verpassen. In der Nacht der langen Messer könnte noch einiges geschehen. Für Spannung ist jedenfalls gesorgt.

Die Nacht der Langen Messer kommt. Es geht dabei nicht um jene Sackmesser, von denen Gerhard Blocher geredet hatte.


Regula Stämpfli schrieb:



"Drei Tage vor der Bundesratswahl gehört Säbelrasseln dazu und die CVP zeigt einmal mehr, wie stark sie punkto Politik und Strategie momentan ist. Tatsächlich hätten Schwaller und Darbellay sowohl gegen Bundesrat Blocher als auch Bundesrat Merz durchaus intakte Chancen - doch wahrscheinlicher ist, dass am 12. Dezember noch alles beim Alten bleibt. Denn ausgerechnet die eigenen Reihen innerhalb der CVP könnten einer wirkungsvollen Attacke auf den FDP-Sitz oder einer argen Blamage für die SVP (kein Vizepräsidium für Christoph Blocher) den Boden entziehen. Sicher ist heute nur eines: Den Bundesräten Blocher und Merz ist deutlich gezeigt worden, dass ihre Politik nicht nur für die Bürger und Bürgerinnen, sondern auch für sie selber grosse Konsequenzen haben kann. So oder so: Der kommende Mittwoch zeigt schon heute Überraschungen."


"20 Minuten" fasste das folgendermassen zusammen:

"Schwaller und Darbellay hätten durchaus Chancen", so Politologin Regula Stämpfl. Doch wahrscheinlicher sei es, dass am Mittwoch noch alles beim Alten bleibe. Denn ausgerechnet die eigenen Reihen innerhalb der CVP könnten einer Attacke auf Blocher den Boden entziehen."



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