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Zuhörerorientiertes Sprechen


von Marcus Knill


Durch Reden überzeugen, motivieren, animieren, propagieren. interessieren und vor allem: informieren.

Vorbereitung


  • Bei schädigender Nervosität: Angst abbauen:
  • Bei Gleichgültigkeit (Routine): Spannung aufbauen, gut vorbereiten, Selbstvertrauen aufbauen (Sicherheit durch Üben)
  • Welches Publikum? Erwartungshaltung des Publikums? (mit Materie wie vertraut?)
  • Dokumentation erstellen, neueste Informationen sammeln
  • Erscheinungsbild, Aussehen (z.B. mit oder ohne Krawatte, sportlich oder festlich?) Wichtig: Kleidung soll dem angestrebten Image entsprechen, denn der Eindruck des Referenten hat entscheidenden Einfluss auf die Glaubwürdigkeit (Aussehen, Kleidung, Frisur und nonverbales Verhalten). Situation und eigene Person bestimmen die Kleidung.
  • Üben, Training z.B. mit Aufnahmegerät evtl. sogar mit Video. Lautes Sprechen, (immer wieder neu formuliert), freies Sprechdenken nach Notizen und Stichworten. Diskussionen mit Bekannten.
  • Bei zu grosser Spannung: Atmen, Entspannungsübungen
  • Entscheid: Dialekt oder Hochsprache
  • Ein und Ausstieg vorbereiten (Start und Landung angeschnallt)
Beitrag


Freie Rede?
  • immer mit Spickzettel (A-6-Karten)
  • glaubwürdiger
  • eloquenter
  • strahlt Sicherheit aus
ab Manuskript?
  • genaue Fakten, Zahlen
  • Pressekonferenz
  • Unterlagen von Ghostwriter

  • Klare, einfache Sprache, kurze Sätze
  • Jeder Satz ein Gedanke
  • Beim Sprechen Bilder brauchen, Müsterli einbauen, Geschichten, Vergleiche, Analogien
  • Lautstärke situationsgerecht dem Publikum anpassen (Saalverhältnisse (Mikrofon)
  • Publikum einbeziehen, viele Sichtkontakte: Visier nicht auf Unendlich einstellen oder 'gegen den Himmel' richten. Mit einzelnen Personen echt dialogisieren (Blick)
  • Spannung erzeugen, Lautstärke wechseln, Monotonie vermeiden
  • Sich selber bleiben, nicht kopieren wollen, keine Schauspielerei
  • Klares Timing (Uhr beachten, Zeit nicht überziehen), Ende der Rede im Auge behalten, evtl. Höhepunkt ansteuern.
Kompetenz
  • Thema
  • Wissen
plus
Ausstrahlung
  • Erfahrung
  • Persönlichkeit
Briefing vor Auftritt


  • Klare Absprache mit Auftraggeber genaue Themen, Erwartungen, Wünsche
  • Dauer des Referats
  • Kontext (Vortragsreihe? Diskussion? zusätzliche Referenten?)
  • Organisation der technischen Hilfsmittel
Hilfsmittel


  • Mikrofon
  • Wandtafel/Whiteboard (Kreide/Ersatzstifte mitnehmen)
  • Pinnwand
  • Hellraumprojektor
  • Diaprojektor
  • Videogerät
  • Rednerpult
  • Bühne (Partner oder Partnerin dabei?)
  • Werbe- und Informationsmaterial
Sündenfälle


Der Festredner Schwülstige Sprache, Worthülsen; Manuskript in Hochdeutsch - Vortrag im Dialekt
Der Langweilige Monotone Stimme, keine Modulation, keine Körpersprache
Der Unsichere Keine Artikulation, wenig Blickkontakt, liest ab, wirkt nervös
Der Unkompetente Thema nicht im Griff, ausweichende Antworten. Sprache wirkt aufgesetzt
Der Überhebliche Locker vom Hocker. Nimmt Publikum nicht ernst. Überspannte Gestik: wirkt arrogant
Der Uferlose Lässt roten Faden vermissen: vergisst Zeitrahmen, kann sich auch in Diskussion nicht kurz fassen
Grundrechte des Zuhörers
2002



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