Rhetorik.ch

Knill+Knill Kommunikationsberatung

Knill.com
Aktuell Artikel Artikel Inhaltsverzeichnis Suche in Rhetorik.ch:



Kriegsvokabular


von Marcus Knill


Wer Krieg führt, ist darauf bedacht, die Sprache für sich zu nutzen. Hier sind ein paar Beispiele von Kriegsrhetorik Vokabular, das während des zweiten Golfkrieges zu lesen und zu hören waren.

Rhetorische Formulierungen der US-geführten Truppen

  • Kolateralschäden = getötete oder verletzte Zivilisten
  • Enthauptungsschlag = Bombenhagel auf Regierungsgebäude
  • Chirurgischer Eingriff = Zerstörung von Häusern und Leben
  • Menschen befreien = Ein Land angreifen
  • Grossangelegten Kampagne = Krieg führen
  • Das gibt keinen halbherzigen Feldzug = Ankündigung eines grauenhaften Luftschlages
  • Ein butaler Kampf steht bevor = Grosse Schlacht mit vielen Toten
  • Saddam ablösen = Saddam töten
  • Speerspitze = Frontlinien
  • Intelligente Waffen = GPS gesteuerte Waffen, die vernichten
  • Schock und Ehrfurcht = Bombeninferno
  • Schlag gegen Irak = Krieg führen gegen Irak
  • Nest ausnehmen = Leute verletzen und töten
  • Die Truppen sind herausgefordert = Viele eigene Verletzte
  • Wir degradieren diese Kräfte = Wir töten viele.
  • Friendly Fire = Eigene Truppen unter Feuer
  • Koalition oder Allierte = Unsere Truppen.
  • Wir haben logistische Probleme = Schlecht geplanter Feldzug.
  • Städte werden gesäubert = Städte werden errobert
  • Feindliche Positionen werden ausgeschaltet = Positionen werden ausgebombt


Rhetorische Formulierungen der Iraker

  • Lang lebe der heilige Krieg.
  • Der Sandsturm ist von Gott gesandt worden.
  • Möge Gott unser Land segnen und alle die es verteidigen.
  • Sie kamen, um Euch und Eure Ehre zu entehren.
  • Koaliation ist eine barbarische Aggression
  • Erinnert Euch an das Schwert von Ali
  • Jedes Mittel wird eingesetzt, um den Feind zu töten
  • Geschenk ans Irakische Volk (Selbstmordattentat)
  • Dieser Krieg ist ein neues Kapitel der Kolonialisierung


Rhetorische Formulierungen der Kriegsgegner

  • Nur jene Waffen sind intelligent, die zu Hause bleiben
  • Die Briten und Amerikaner sind Invasoren
  • Wir lieben unsere Truppen sosehr, dass wir sie am liebsten wieder zu Hause hätten.
  • Dieser Krieg ist die grösste Busherie
  • Stoppt Bush
  • Drop Bush, not Bombs
  • Saddam bin Bush


25. März, 2003




Rhetorik.ch 1998-2009 © K-K , Weblinks sind erwünscht.
Bei Weiterverwendung ist Autoren- und Quellenangabe erforderlich. Feedback?
Knill.com