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Medienrhetorik: Missverständliche Antworten vermeiden

von Marcus Knill

Die folgende Analyse ist in der Zeitschrift Persönlich (www.persoenlich.com), dem online Portal der Schweizer Kommunikationswirtschaft im Oktober, 2003 erschienen. Der Abdruck hier ist mit Genehmigung von "Persoenlich" erfolgt.

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Nachtrag vom 4. Januar, 2003. Unklarheiten über Zahlungen
Wir sind erstaunt über die unterschiedlichen Informationen und Aussagen im Hinblick auf allfällige Zahlungen zur Befreiung de Sahara-Geiseln. Zuerst gab Bundesrätin Calmy-Rey bekannt, die Geiseln müssten für zusätzliche Kosten nichts bezahlen. Deutschland verlangte jedoch eine angemessene Kostenbeteiligung. Hierauf hiess es, auch die Schweizer müssten einen gewissen Beitrag bezahlen. Nun steht fest, dass die Sahara-Touristen nicht belastet werden. Micheline Calmy-Rey wollte sich verständlicherweise zu allfälligen Beiträgen des Bundes nicht äussern. Sei gab dann bei einer überraschenden Befragung doch eine verneinende Antwort. Hierauf wurde am 28.Dezember bekannt, dass die Geiselbefreiung dem Bund recht viel gekostet hat. (Bund als Sponsor von Erpressern?) In der NZZ am Sonntag vom 4.Januar ärgerten sich jedenfalls Leser darüber, dass der Bund leichtfertige Touristen freikauft hatte. Es würde uns interessieren, wer wem wieviel tatsächlich bezahlt hat. Wir dürfen davon ausgehen, dass die Aussenministerin in gewohnter Manier diese Thematik offen legen wird. Vermutungen dürften nicht im Raum stehen gelassen werden.


Nachtrag vom 20. Mai, 2004: Kosten
Nach NZZ online hat die Befreiung der Geiseln doch einiges gekostet: Die Schweiz hat sich an den Aufwendungen Deutschlands für die Befreiung der Sahara- Geiseln mit sechs Millionen Franken beteiligt. Das geht aus der Staatsrechnung 2003 hervor. Insgesamt kostete die Aktion den Bund aber mehr.


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