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www.rhetorik.ch aktuell: (14. Januar, 2004)

Quoten dank Ekel



Wir wir schon in verschiedenen Beiträgen gesehen haben:
Wenn es um Quoten im Fernsehen geht, scheint es keine Grenzen zu geben. Die Rechnung für die umstrittenen TV- MAcher scheint aufzugehen. Trotz Protesten von Psychologen und Tierschützern will das ganze Volk die Szenen sehen. 7.2 Mio Zuschauer verfolgen die Horrorszenen. Jeder dritte TV Konsument soll in Deutschland mit dabei sein. Auch die Boulvardpresse macht mit. Jedem Tag gibt es Sonderberichte und Extrabilder. Wir wir schon verschiedentlich gesehen haben ( Beispiel), trägt Kritik von Medienerreignissen auch dazu bei, dass sie zusätzlich beachtet und betrachtet werden. Der jüngste Dschungel Big Brother zeigt wieder:

Wer es versteht, von sich reden zu machen der profitiert.




Das Realitätsfernsehen aus den USA ist entgültig auch in Deutschland eingetroffen: RTL zeigt die bei den Zuschauern erfolgreiche Sendung "Ich bin ein Star-holt mich hier raus", in der Schauspieler, Sportler oder Sänger sich im Dschungel-Big-Brother durchsetzen müssen. Die Zuschauer stimmen per Telefon ab, wer die nächste Prüfung absolvieren muss. Beispiele:
  • "Superstar" Daniel Küblböck muss ins Insektenbad mit 30'0000 Kakerlaken. Er bricht in einem Weinkrampf zusammen, worauf die Zuschauer ihn erneut nominieren. Nun muss er seinen Kopf ins "Terror-Aquarium" versenken, wo sich Aale und Wasserspinnen tummeln. Dort versagten ihm aber die Nerven. De Gruppe musste sich zur Bestrafung mit Reis begnügen.
  • Die Moderatorin Caroline Beil liess in einem Gespräch mit Hochspringer Carlo Thränhardt ihrer Zunge freien Lauf. Die Zuschauer quittierten das mit Nominationsanrufen. Das Lästermaul musste in eine Gehee mit hungrigen Straußenvögeln steigen. 5 Minuten später waren ihre Arme und Beine zerhackt.


Tierschützer kritisieren Misbrauch der Tiere Nach den Medienwächtern und Menschenrechtlern haben sich jetzt erwartungsgemäß die Tierschützer mit ihrer Kritik an der RTL-Sendung "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" zu Wort gemeldet. Ihr Vorwurf: Die Dschungel-Prüfungen der Promis seien purer Stress für die beteiligten Tiere. Der Bund gegen den Missbrauch der Tiere bezeichnete die Show als "ethisch unwürdig". Die bisher gezeigten Tiere würden wie "Spielzeug" behandelt und durch die Prüfungen "purem Stress" ausgesetzt.





Ekel schützt vor Übel
In einer Internetstudie hatten Mediziner von der "London School of Hygiene & Tropical Medicine" 40'000 Freiwillige mit Fotos konfrontiert die einerseits relativ neutrale Situationen, Gegenstände oder Tiere darstellten, zum anderen aber vergleichbare Objekte mit einem möglichen Infektionsrisiko zeigten. Die meisten Probanden empfanden Ekel, wenn auf den Bildern Situationen gezeigt waren, die eine mögliche Gesundheitsgefahr zeigten. Die britischen Wissenschaftler halten deshalb das Ekelgefühl für eine List der Evolution, die vor Infektionen warnt. Ekel hat sich im Lauf der Evolution entwickelt, damit Menschen potenzielle Krankheitsherde meiden.


Fäkalien, Erbrochenes, Schweiss, Speichel, Eiter, Wunden, Leichen, abgeschnittene Zehennägel, verwesendes Fleisch, Maden, Schleim, Läuse, das Spektrum von Dingen, vor denen sich Menschen ekeln, ist sehr breit. Doch nahezu überall auf der Erde werden ähnliche Dinge als ekelhaft empfunden, und auch die körperliche Reaktion ist in praktisch allen Kulturen gleich: Der Blutdruck fällt ab, es entsteht Brechreiz und die Menschen zucken instinktiv zurück.




Nachtrag vom 15. Januar: Der "Spiegel" berichtet, dass die Zuschauerquoten konstant hoch blieben: Gestern Abend verfolgten knapp acht Millionen Zuschauer (Marktanteil: 29,9 Prozent) die Sendung. Jeden Abend über 7 Millionen Zuschauer: RTL jubelt über die Einschaltquoten seiner Dschungel-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" Sicher scheint: Es wird eine zweite Staffel geben. Laut RTL gibt es bereits Prominente, die sich freiwillig für das nächste Camp beworben haben. Namen sind noch geheim. Bild-online fragte seine Leser: Wen würden Sie gern im nächsten Dschungel-Camp sehen? Hunderttausende machten mit. Das Ergebnis der großen Online-Umfrage ist eindeutig: Platz eins ging an Naddel:



Moderatoren der Gesprächsunkultur und Exekutionsrhetorik dürften durchaus einmal als Teilnehmende bei einer fragwürdigen Sendung mitwirken, um zu erleben, was es heisst, blossgestellt zu werden.

Psychologische Wirkung auf die Stars und Zuschauer Die erste Landesmedienanstalt fordert eine Absetzung der Sendung. Der Direktor der Landesmedienanstalt Saarland, Gerd Bauer, kündigte an, er werde sich bei der Sitzung der "Gemeinsamen Stelle Programm und Werbung" der Landesmedienanstalten am 11. Februar dafür einsetzen, dass die RTL Sendung beanstandet wird. Die für RTL zuständige Landesmedienanstalt in Niedersachsen hatte dagegen gestern erklärt, es gebe dafür keinen Grund. Bauer bezeichnete es als erschreckend, was den Kandidaten der Show zugemutet werde. Auch wenn die Teilnahme freiwillig sei, habe man offensichtlich nicht über die psychologische Wirkung auf die Zuschauer nachgedacht, die die Stars verehrten und teilweise sogar vergötterten. "Es scheint, wir haben mit dieser voyeuristischen Show ein neues Niveau der Geschmacklosigkeit im deutschen Fernsehen erreicht", meinte Bauer.


Nachtrag vom 15. Januar, 2004. Auch die Verbraucherschutzministerin Renate Künast kritisiert die RTL-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" heftig.

"Was hier gesendet wird, hat mit Unterhaltung nichts mehr zu tun. Fernsehen wird ganz offensichtlich immer überdrehter"


sagte Politikerin Künast in der Sendung "Maischberger" im Fernsehsender n-tv. Sie verlangte eine Überprüfung der Show. Künast sagte ferner: "Wir müssen sehen, ob hier nicht erheblich gegen den Tierschutz verstoßen wird." Mittlerweile würden im Fernsehen früher geltende Grenzen des guten Geschmacks überschritten. "Vielleicht werden demnächst sogar von Moderatoren Straftaten in Fernseh-Shows gefordert, um damit Quote zu machen". Wegen des großen Erfolgs denkt RTL indessen über eine Neuauflage des vielfach kritisierten Dschungel-Spektakels nach.




Nachtrag vom 16. Januar: Morgen wird ein Kandidat in einen Sarg mit Ungeziefer gelegt, dann in den feuchten Urwaldboden versenkt. Vier Minuten lang muss der Prominente in der Todeskiste ausharren. Bild online: "Es ist dunkel, es ist eng, es ist stickig. Der Puls rast, das Herz pumpt wie verrückt: Todesangst - während die Käfer, Ameisen, Schlangen beginnen, am Körper des Kandidaten entlang zu krabbeln. " Gestern ließ sich Lisa Fitz in einem Glastank im See versenken. Auch sie hat damit jetzt eine Prüfung ablegt, darf nicht mehr gewählt werden. Daniel wurde bislang zwar von den Zuschauern zu den Kakerlaken und unter die Spinnendusche geschickt - trotzdem dürfen ihn seine Camp-Mitbewohner nochmals für eine Folter-Mutprobe nominieren. Gestern kommandierte der Teenager sogar gestandene Kerle wie Costa Cordalis (57) und "Lagervater" Werner Böhm (62) herum. Böhms Kommentar: "So langsam wird's richtig scharf! Daniel hat wohl Lust, dem einen oder anderen in den A.... zu treten! Aber das werden wir ja sehen!" Hüte dich vor ihrer Rache, Daniel .... Susan Stahnke musste gestern das Camp verlassen. Sie sah nicht betrübt aus.


Nachtrag vom 17. Januar:

Nachdem das "Sarg Spiel" aus Angst vor einem Versinken im Schlamm abgesagt wurde und die Kandidaten relativ leicht Tests wie den "Horrortunnel" oder "Glassarg unter Wasser" überleben, gehts auf die Metaebene. Bild.de Online spricht vom "Schummel-Dschungel" und deckt "Lügen" auf:
  • Regen Das prasselnde Regenrauschen wird akustisch eingeblendet. Das Areal ist gegen Regen geschützt. TV Mitarbeiter Keith hat verraten, dass in den Baumwipfeln alles mit Planen abgedeckt wurde.
  • Material Das Brennholz wird 500 m weit vom Camp entfernt im Trockenen fein gestapelt.
  • Tiere Die Reptilien fühlen sich immer so kühl an, weil sie vorher in den Kühlschrank gesteckt wurden. Die Huntsmanspinne ist zwar sehr gross und sieht einer Tarntel ähnlich. Sie ist aber absolut harmlos.
  • Kontakt Kein Reporter darf ins Camp, damit auch die Schummelei mit der Isolation entlarvt werden kann. Die Promis erhalten Post. Die Teilnehmenden sind auch nicht einsam. Sie haben jederzeit die Gelegenheit mit einem Psychologen zu reden. Würden rund um die Uhr betreut, wenn es gewünscht wird.
  • Essen Die Fernsehzuschauer glauben zur Strafe gebe nur noch Reis und Bohnen. Dabei bekommt jeder, wenn er klagt, Säfte und Trockenpflaumen.


In den Medien schwingen derzeit Medienkritiker die grosse Keule gegen die Scham- Schmerz- und Peinlichkeitsgrenzen der RTL Dschungel Sendung. Es gilt jedoch zu bedenken, dass in der TV- Geschichte schon früher Quoten mit der Schadenfreude geholt wurden. Bereits in den 70er - Jahren wurden bei "Wünsch dir was" Autos samt Insassen im Schwimmbecken versenkt. Bei Kai Pflaume mussten sich auch schon Kandidaten in Insektenkübeln wälzen oder Höhenängste überwinden. Auch bei vielen Szenen bei der "Versteckten Kamera" oder bei "Pleiten, Pech und Pannen" schaffte die Schadenfreude Einschaltquoten.

Der Philosoph Artur Schopenhauer bezeichnete Schadenfreude als die menschliche Form der Grausamkeit.


Schadenfreude ist die Genugtuung, es jemandem heimzahlen zu können, den man nicht ausstehen kann. Millionen lachen deshalb bei der jüngsten Sendung gerne, wenn Schlager und Fernsehpromis leiden müssen. Jeder Fernsehzuschauer hat seinen Lieblings- Schadenfreudekandidaten. Frei nach Mark Twain: "Wir alle sehen es gern, wenn andere seekrank werden, solang wir es selbst nicht sind." Die Gefahr besteht jedoch darin, dass der verständliche Spass an Schadenfreude eskaliert, weil die Zuschauer abgestumpft werden. Wir sind überzeugt: Es gibt sicherlich Grenzen des guten Geschmacks. Wir fragen uns aber, wie lange es geht, bis auch das Schweizer Fernsehen dieses billige Format copiert? In Japan gehören derartige Shows bereits zum Medienalltag.


Nachtrag vom 23. Januar 2004. Dschungelshow hat RTL-Image geschadet

Mehr als ein Drittel (38 Prozent) der Deutschen ist der Meinung, dass die Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" dem Image von RTL geschadet hat. Das ergab eine exklusive Repräsentativ-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts tns/emnid im Auftrag der Programmzeitschrift Gong. 53.6 Prozent der Deutschen fanden die RTL-Show außerdem peinlich. Für 45.6 Prozent wurde durch die Sendung die Grenze des guten Geschmacks überschritten. Und 34.2 Prozent hielten die Dschungelshow sogar für einen Skandal. Weitere Erkenntnis: Mit zunehmender Bildung der Zuschauer sinkt die Akzeptanz der Sendung: 58,6 Prozent der Befragten mit Abitur waren von der RTL-Show peinlich berührt, gegenüber nur 32,6 Prozent mit Volksschulbildung.

Diese Umfrage wird sicherlich die Haltung der Programmschaffenden bei RTL beeinflussen. Sinken bei den Medien die Einschaltquoten, wird eine Sendung recht schnell aus dem Programm gekippt. Wüssten die Konsumenten, dass sie letztlich die Sendungen beeinflussen könnten, würden sie die Medien anders nutzen. Wir glauben, dass alle Ekel-Sendungen ersetzt würden, falls diese Formate nicht mehr genügend betrachtet werden.

Tatsächlich verschwanden viele billigen Talksendungen, nachdem das Publikum genug von den üblen gegenseitigen Beschimpfungen am Bildschirm hatte. Wie es nach den Ekel-sendungen bei RTL weitergehen wird, entscheiden demnach die Konsumenten.


Nachtrag vom 26. Januar 2004. Analyse im Spiegel Magazin

Das "Spiegel Magazin" weiss, dass im März auch bald eine Version der Amerikanischen Reality-TV Show "Fear Factor" in Deutschland zu sehen ist. Diese Sendung spielt mit der Todesangst der Kandidaten: Da müssen Mitspieler, die unter Höhenangst leiden, schon mal von einem Hochhaus springen. Oder mit dem Mund Schweine-Nieren aus einem mit Piranhas gefüllten Tank fischen.

"Kein Sender kann es sich leisten, auf Reality TV zu verzichten. Schauen Sie sich die phänomenalen Quoten an! Jeder Sender wäre verrückt, keine Reality-Show zu haben."
                      -- Matt Kunitz Produzent beim Sender NBC


Die Grenzen des Trash TV's sind aber noch nicht abgesteckt. Spiegel berichtet über die US-Erfindung "Bumfights" (= Pennerkämpfe). In dieser Underground-"Show" verprügeln sich Obdachlose oder Drogenabhängige. Für Geld brechen sich Menschen gegenseitig die Knochen oder verstümmeln sich selbst. Erhältlich sind die "Bumfights" auf Video. Ausstrahlen wollte sie bislang keiner der großen Sender, die Macher mussten sich wegen der brutalen Szenen bereits vor Gericht verantworten. Sie wurden zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt und sollen ihre Sozialstunden in der Arbeit mit Obdachlosen ableisten. Inzwischen verkaufen sie den zweiten Teil von "Bumfights" übers Internet. Der produzent Ty Beeson findet den Inhalt der Videos halb so schlimm. Das sei durchaus mit Reality-Shows zu vergleichen, "in denen die Leute ekelhafte Sachen essen", sagt er. "Dabei machen wir doch nur, was alle machen: Wir schocken. Nur mehr als andere."

Interessant ist auch was RTL Chef Gerhard Zeiler über die Anschuldigungen sagt.






Nachtrag vom 24. März, 2004 Rumänische Ausgabe wegen Pornografie verurteilt. Wegen der Ausstrahlung von Liebesszenen in seiner "Big Brother"-Version ist der rumänische Privatsender Prima TV zur Zahlung einer Geldstrafe von umgerechnet rund 19'000 Franken verdonnert worden. Das amouröse Treiben der Show-Teilnehmer Daniel und Andreea sei eindeutig als "Pornografie" zu werten, entschied die rumänische Medienaufsichtsbehörde. Mit Ausnahme der Bezahlsender sei im rumänischen Fernsehen die Sendung pornografischen Materials zu Tages- und zu Nachtzeiten verboten. Im Falle weiterer Verstösse müsse auch über neue Strafmassnahmen entschieden werden, kündigte die Behörde an. In Zeitungsanzeigen bewarb Prima TV seine "Big Brother"-Sendung mit dem Motto "Leb wohl Intimität, lebt wohl Hemmungen". Kritikern zufolge forderten die Fernsehmacher die zwölf Teilnehmer der Show auf, trotz der Dauerüberwachung durch Kameras "zur Tat zu schreiten". Daniel und Andreea folgten offenbar diesem Hinweis.




Nachtrag vom 18. April, 2004: Caroline Beil behauptet im Bild am Sonntag vom 18. April das Fernsehen habe ihre Ehe zerstört Am 7. September 2002 heiratete Caroline Beil einen Verleger. Nun ist die Ehe in Brüche gegangen. Wer ist schuld am Scheitern der Ehe zwischen TV-Moderatorin Caroline Beil und Verleger Hendrik te Neues? Freunde des Paares erzählen, dass der zurückhaltende Kunstfreund seine temperamentvolle Frau zu häufig allein liess. Sich von ihr distanzierte, mit ihrer TV- und Promi-Welt nichts zu tun haben wollte.

Zum ersten Mal spricht nun Caroline Beil über die Gründe, die wirklich zur Trennung führten - und räumt im Interview eigene Fehler ein. Die Moderatorin findet: "Das Fernsehen hat meine Ehe zerstört". Ich hatte mit eine tägliche Live-Sendung, lebte in Berlin, Hendrik in Düsseldorf. Wir haben uns wirklich kaum gesehen, und das über vier Jahre hinweg. Wir hätten wahrscheinlich alles ganz anders organisieren müssen, um die Beziehung zu retten. Aber wenn man sich nie sieht - das ist ja keine Ehe." Tatsächlich machte die "Dschungel Schlange" Schlagzeilen. Wir erinnern an Titel, wie:

  • Daniel Küblböck: Jetzt rechnet er mit Hacke-Beil Caroline ab.
  • Hacke-Beil und Stahnke rauchen Friedenspfeife.
  • Susan Stahnke rächt sich an Caroline Hacke-Beil.
  • Dschungel-Schlange Caroline Beil giftet gegen einen Freund.
  • Geheimnisvolle Fahrerflucht! Porsche von Caroline Beil schlitzte 3 Autos auf.
  • Alle hacken auf der Schlange rum.


Wir finden: Caroline Beil kann nicht dem Fernsehen den schwarzen Peter zuschieben. Sie hatte Ja gesagt zu allen Medienspeielen.


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