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www.rhetorik.ch aktuell: (02. Jan, 2019)

Der Schneemann und die dunkle Seite des Mondes

Rhetorik.ch Artikel zum Thema:
Zwei interessante Meldungen aus der Raumfahrt: Erste Landung auf der "Dark Side of the Moon". Die Chinesische Raumfahrtsbehölrde CNSA hat eine Sonde mit Rover auf der Hinterseite des Mondes parkiert. Die NASA hat mit der Sonde New Horizons den ``Schneemann besucht", den "Ultima Thule", ein aus zwei grossen Eisbrocken bestehendes Objekt. Eine Wortspielerei wird hier verwndent: Brian May, ein Astrophysiker mit Doktortitel, der auch bei Queen die Gitarre spielte: "Rocket scientist by day, rock star by night" (ein Raketen Wisschenschafter am Tag, ein Rock'n Roll Star in der Nacht), weil halt Rocket, Rock'n' Roll und rock" = "Stein" gut zusammenpassen.

Auch die Landung auf der Hinterseite des Mondes hat einen Zusammenhang mit Pop Musik. Pink Floyd hatte im Jahre 1973 das Studioalbum The Dark Side of The Moon veröffentlicht. Der Begriff ist also auch etwas beladen. Mit ein Grund, dass die China Landung auf der "Dark side of the moon" auch mit Interesse verfolgt wurde. Abgesehen davon, dass der Mond seit den Apollo Erfolgen vernachlässigt wurde. Ein Grund für die Abschaltung des Apollo Programms war das Desinteresse des Publikums. Nachdem man auf dem Mond gelandet ist und mit Autos herumgefahren ist, wurde die Sache ``langweilig".

Zuerst zum Mond: Aus Heise:
Das Manöver galt als schwierig, doch die junge Weltraumnation China hat geliefert. Erstmals ist eine Sonde auf der Rückseite des Mondes gelandet. Erstmals in der Geschichte ist eine Raumsonde auf der Rückseite des Mondes gelandet. Die chinesische Chang'e 4 setzte am frühen Donnerstagmorgen um 3.26 Uhr am Aitken-Krater in der Nähe vom Südpol des Erdtrabanten auf. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Auch der Staatssender CCTV sprach von einer erfolgreichen Landung. Ausflüge von Raumschiffen und Astronauten auf den Mond gab es schon viele. China ist nun aber die erste Nation, die auch auf der von der Erde abgewandten Seite des Mondes gelandet ist. An Bord der Chang'e 4 befindet sich ein Roboterfahrzeug, das in einem nächsten Schritt das Terrain um die Landestelle erkunden soll. Chinesische Experten hatten die Mission im Vorfeld als sehr anspruchsvoll bezeichnet. Als Hürde galt die reibungslose Kommunikation mit der Erde, weil auf der Rückseite des Mondes keine direkte Funkverbindung aufgebaut werden kann. Deshalb brachten die Chinesen bereits im Mai den Übertragungssatelliten Queqiao (Brücke der Elstern) in Position, um Signale aus dem Funkschatten senden zu können. Mit einem reibungslosen Ablauf der Mond-Mission soll unter Beweis gestellt werden, dass Chinas ambitioniertes Raumfahrtprogramm grosse Fortschritte macht. Geplant sind unter anderem Experimente mit niedrigen Radiofrequenzen. Ohne die Erdatmosphäre und andere Störungen können Astronomen in der Stille des Alls besser Signale auffangen und hoffen auf neue Erkenntnisse über die Entstehung der Sterne. (...) 2019 plant China eine weitere unbemannte Landung, um Gesteinsproben zur Erde zurückzubringen. Bis 2030 soll erstmals ein Chinese einen Fuss auf den Erdtrabanten setzen. Die Mondmissionen sind nur ein Teil des ehrgeizigen Raumfahrtprogramms Chinas, das auch den Bau einer Raumstation um 2022 vorsieht.
Aus Heise:
Die erste Detailaufnahme des Himmelskörpers 2014 MU69 alias "Ultima Thule" hat eine Überraschung enthüllt: Das von der NASA-Sonde New Horizons besuchte, ferne Objekt ist ein binärer Körper ("contact binary") und besteht aus zwei klar voneinander abgegrenzten, aber verbundenen Teilen. Es sieht anders aus als alles was wir bisher gesehen haben, jubilieren die Forscher, dabei erinnert die Form aber zumindest etwas an den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, den die ESA-Sonde Rosetta erkundet hatte. Der war aber deutlich kleiner und viel stärker zusammengewachsen. Das am Mittwoch veröffentlichte Bild wurde aus 27.000 Kilometern Entfernung kurz vor dem Rendezvous New Horizons mit Ultima Thule aufgenommen. Nie zuvor hat eine Sonde ein Objekt so weit von uns entfernt besucht, erinnern die Forscher an die Bedeutung ihrer Leistung. Ultima Thule war als nächstes Ziel nach dem historischen Vorbeiflug am Pluto ausgewählt worden. Das es nun so aussergewöhnlich aussieht, ist eine Überraschung. Die Forscher meinen, dass die beiden Teile bereits in der Entstehungsphase des Sonnensystems kollidierten und seitdem weitgehend unverändert zusammen unterwegs sind. "Es handelt sich um zwei komplett verschiedene Objekte, die nun zusammengewachsen sind", sagte Missionschef Alan Stern bei einer Pressekonferenz. Ein Objekt ist etwa halb so gross wie das andere. Eine Analyse der Farbe des Himmelskörpers hat ausserdem bereits gezeigt, dass er rot ist und damit einem charakteristischen Fleck ähnelt, den New Horizons auf der Oberfläche von Charon ausgemacht hat, dem Mond von Pluto. (...)

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