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www.rhetorik.ch aktuell: (20. Mai, 2007)

Calmy-Rey Auftritt als Sängerin

Rhetorik.ch Artikel zum Thema:
Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey war am Samstagabend im Westschweizer Fernsehen TSR in einer Rolle zu sehen, die im Vorfeld für Diskussionen gesorgt hatte. In der Unterhaltungssendung "Coups de coeur" hat sie das Lied "Les trois cloches" des Waadtländers Jean Villard-Gilles zum Besten gegeben, das durch Edith Piaf bekannt wurde. Das Lied war im Studio aufgenommen worden. Wie man sehr gut im Film sehen kann, ist das "Playback" Nachsingen nicht so leicht.

Kritiker hatten vor der Ausstrahlung vom Samstagabend moniert, ein solcher Auftritt zieme sich nicht für eine Bundespräsidentin. Andere wiederum argumentierten, Calmy-Rey könne so ein Publikum erreichen, das sich normalerweise wenig für Politik interessiere.
Calmy-Rey selbst sagte im Vorfeld vor den Medien, singen sei etwas Edles und schade dem Ansehen einer Bundespräsidentin überhaupt nicht. Es gehöre zum Programm für ihr Präsidialjahr, das Einende und Verbindende zu betonen und auch mit Emotionen zu kommunizieren.

Obschon sich viele Politiker als Musikanten Medienpräsenz verschafft hatten - Clinton mit dem Saxaphon - Bundesrat Schlumpf mit dem "Handörgeli", vertreten wir nach wie vor die Meinung, dass derartige Auftirtt wenig mit dem Auftrag als Politiker zu tun haben. Die Brücke zum Publikum müsste vor allem in politischen Fragen aufgebaut werden.
Die Aussenministerin betonte, dass sie vor dem Singen grosses Lampenfieber gehabt habe. Sie habe jeden Abend geübt. Die Aufnahme im Studio sei eine grosse Arbeit gewesen, habe ihr aber derart Spass gemacht, dass sie gerne noch andere Lieder gesungen hätte. Bei der Aufnahme seien alle sehr nett mit ihr gewesen - anders als in politischen Sendungen, so bestätigt sie. Der Auftritt hat so vor allem der Bundespräsidentin selbst gut getan.



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