Rhetorik.ch

Knill+Knill Kommunikationsberatung

Knill.com
Aktuell Artikel Artikel Inhaltsverzeichnis Suche in Rhetorik.ch:

www.rhetorik.ch aktuell: (31. Mar, 2007)

Süsser Schokoladen Heiland

Rhetorik.ch Artikel zum Thema:
Eine nackte Christus-Skulptur aus Schokolade von Cosimo Cavallaro mit dem Titel "My Sweet Lord" sollte während der Osterzeit in der Galerie im "Roger Smith Hotel" in New York gezeigt werden. Doch der 180 cm grosser Jesus, der aus 100 Kilogram Schokolade besteht, löste Proteste aus. Der Vorsitzende der Katholischen Liga der USA, Bill Donohue, sprach von "einer der schlimmsten Verletzungen christlicher Gefühle, die es je gegeben hat". Das New Yorker Hotel sagte schlussendlich die geplante Ausstellung mit dem Schoggi-Jesus ab.

Der "Blick" schrieb in einem Artikel: "Ach, du dickes Ei!": "Die Lab Gallery und das Roger Smith Hotel wurden mit Protestmails und wütenden Anrufen überschüttet. Selbst Todesdrohungen seien ausgesprochen worden, sagte der künstlerische Leiter der Galerie, Matt Semler, der nach der Absage der Ausstellung gestern gleich seine Kündigung einreichte. Hoteldirektor James Knowles begründete seine Entscheidung mit der "unerwarteten Reaktion" der Öffentlichkeit."

Cavallaro hat andere Kunstwerken aus Lebensmitteln gemacht: So tauchte er ein Wohnhaus in Käse und behängte ein Himmelbett mit Schinken.


Wie zu erwarten gehen beim Kunstwerk "Schoggiheiland" die Meinungen auseinder. Sowohl als Gegner als auch als Benefaktor des Kunstobjekts gibt es interessante Alternativen. Die beste Strategie hängt sicher auch vom kulturellen Umkreis als von Rahmenbedingugen ab (z.B. Sponsoren, Angst vor Mordanschlägen von Fantikern etc).

Ein Gegner des Kunstwerkes hat unter anderem die folgenden Möglichkeiten:
  • Nicht reagieren und leer laufen lassen.
  • Klage gegen die Verletzung religiöser Gefühle einreichen um es zu verbieten.
  • Protestieren, um mit Hilfe des Publikums Druck auszuüben.
Was wäre für Sie die effektivste Methode?
Die Kunstverantwortlichen haben zum Beispiel die folgenden Möglichkeiten:
  • Die Ausstellung abbrechen.
  • Die Aussstellung durchführen und vom Gratiswerbeeffekt der Gegner profitieren.
  • Auf eine Klage hoffen und durch den Prozess dem Küstler noch mehr Publizität zu geben. (Verbotene Kunstobjekte sind schon immer längerfristig attraktiv gewesen).
Was wäre für Sie die effektivste Methode?




Nachtrag vom 2. April: Gespräch mit dem Küstler Cavallaro und dem Kritiker Donohue mit Anderson Cooper in CNN.



Rhetorik.ch 1998-2011 © K-K Kommunikationsberatung Knill.com