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www.rhetorik.ch aktuell: (08. Mar, 2007)

Roman Schwarz im Kassensturz

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Im Kassensturz vom 6. März 2007 im Schweizer Fernsehen SF1 wurde Roman Schwarz, Geschäftsführer "TELE 2" in die Zange genommen. Es ist ein Musterbeispiel, wie jemand sich dem "Fleischer" ausliefert und dann hilflos "in der Ecke steht". Möglicherweise war Schwarz schlecht vorbereitet. Es lohnt sich jedenfalls, den Beitrag als Beobachtungsübung und Wahrnehmungsschulung zu nutzen.


Nehmen Sie ein Blatt Papier und beantworten Sie während des Betrachtes folgende Fragen, wobei die Sequenz beliebig wiederholt werden kann:
  • Wie wirkt Roman Schwarz
  • Beschreiben Sie seine Körpersprache.
  • Was sagen Sie zum Blickkontakt?
  • Wie steht Schwarz da?
  • Wie ist seine Stimmfarbe, der Sprechfluss?
  • Wie geht er mit Unterbrechungen um?
  • Hat er Kernbotschaften?
  • In welchen Situationen lässt er sich in die Ecke treiben?
  • Wie baut Schwarz die Argumente auf?
  • Was fällt Ihnen sonst noch auf?
  • Wie hätten Sie sich verhalten?


Sie werden sofort erkennen, dass Schwarz eine der wichtigsten rhetorischen Grundregeln missachtet hatte: Er gab keine einfachen, konkreten, eindeutigen Antworten. Die Struktur fehlte. Es mangelte an konkreten Beispielen. Umgekehrt lohnt es sich auch, die Techniken des Journalisten genauer unter die Lupe zu nehmen: Welche Technik dominiert?

Falls Sie sich die Zeit genommen haben zu diesen Beobachtungsaufgaben, haben Sie bestimmt erstaunlich viel erkannt, das unbewusst gespeichert bleibt und sich später auch positiv auf Ihre Auftritte auswirken kann.

Fazit: Kein Auftritt ohne Briefing.



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