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www.rhetorik.ch aktuell: (25. Jan, 2007)

Sexskandal um Katzaw

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SN
Israels Präsident Mosche Katzaw (der Name wird auch auch als Katsav geschrieben), muss sich gegen den Vorwurf Untergebene sexuell belästigt oder vergewaltigt zu haben verteidigen. Katzaw beschuldigte die Medien, wurde ausfällig und verlor die Nerven. Katzaw's Reaktion war heftig:

Zeitungen und Fernsehsender hätten ihn gelyncht, schrie der Präsident ins Mikrofon. Die Polizei habe den Medien dabei geholfen, "mein Blut zu vergiessen". Er sei in seinen Grundrechten verletzt worden.

Selbst wenn er von einem Gericht freigesprochen, wird dieser Auftritt ihn schwer belasten. Mit diesem Auftritt könnte er sich in der Politik das Grab geschaufelt haben.


Der Spiegel: "Ein Rücktritt lehnt der Präsident ab. Katzaws einzige Hoffnung ist die Zeit. Ein Amtsenthebungsverfahren kann dauern, 90 von 120 Stimmen sind in der Schlussabstimmung nötig, um den Präsidenten aus dem Amt zu jagen. Vielen Abgeordneten wäre es wohler, wenn die Sache dem Gericht überlassen bleibt. Wenn die Knesset bis zum Sommer kein Urteil gefällt hat, ist die Sache erledigt. Dann würde Katzaw ganz regulär aus dem Amt scheiden.


Die Medien kommentierten Katzaws Rede deshalb so heftig, weil Katzaw bisher als farblose Figur galt, der Zornesausbruch den Politiker demaskierte und der Auftritt zeigt, dass ihm jegliches Verständnis für Medien fehlt.


Die Nerven verloren

Der "10 vor 10" Beitrag zeigt, wie Katzaw bei einer Pressekonferenz die Nerven verloren hat. Er brüllt die anwesenden Journalisten an.



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