Rhetorik.ch

Knill+Knill Kommunikationsberatung

Knill.com
Aktuell Artikel Artikel Inhaltsverzeichnis Suche in Rhetorik.ch:

www.rhetorik.ch aktuell: (02. Jan, 2007)

Kommunikationsdisaster nach Flugzeugunglück

Rhetorik.ch Artikel zum Thema:
In Indonesien kam es am 2. Januar zu einem Krisenkommunikationsgau. Ein Verkehrsflugzeug mit 102 Menschen an Bord wird vermisst. Ein Sprecher der Fluggesellschaft "Aadm Air" hatte erklärt, die Boeing 737-400 sei in einer entlegenen Bergregion im Zentrum des Landes fgefunden worden. Es gäbe 12 Überlebende unter den 96 Passagieren und 6 Besatzungsmitgliedern.

Das indonesische Militär wies dann aber diesen Bericht zurück. Eddy Suyanto, der Befehlshaber des Luftwaffenstützpunkts Hasanuddin sagte zur Nachrichtenagentur Reuters:

"Die Unglücksstelle ist noch nicht gefunden worden. Wir bitten um Entschuldigung, dass die übermittelten Nachrichten nicht stimmten",


Der Stützpunkt liegt in Makassar, eine Stadt im Süden der Insel Sulawesi, von wo zuvor der Absturz der Maschine berichtet worden war. Am Flughafen von Makassar hatten Angehörige der Fluggäste zuletzt besorgt und ungeduldig auf neue Informationen gewartet.



Reuters: "Das Flugzeug hatte am Montagmorgen rund eine Stunde vor ihrer geplanten Landung in Manado im Norden von Sulawesi den Funkkontakt verloren. Die Maschine war um 13.00 Uhr Ortszeit (07.00 Uhr MEZ) in Surabaya auf der südlichen Insel Java gestartet. Unter den Fluggästen waren nach offiziellen Angaben drei US-Bürger. Adam Air erklärte, zwölf Menschen hätten den Absturz überlebt. Das Verkehrsministerium konnte dies aber nicht bestätigen." Adam Air ist eine von etwa einem Dutzend Billig-Fluggesellschaften in Indonesien. Sie betreibt 19 Maschinen vom Typ Boeing 737, fliegt zahlreiche Ziele in Indonesien und auch Singapur an. Sie wurde 2002 vom jetzigen Parlamentspräsidenten Agung Laksono gegründet. Die jetzt vermisste Maschine hatte nach Angaben der Adam Air rund 45.000 Flugstunden hinter sich."

Erkenntnis: Wer in Krisensituationen Vermutungen kolportiert und Informationen verbreitet, die nicht bestätigt sind, muss sich nicht wundern, wenn diese Verwirrinformationen kontraproduktiv sind. Es dürfen nur belegte Fakten weiter gegeben werden. Alles was gesagt wird, muss wahr sein.


In diesem Fall leiden unter dem anhaltenden Informationschaos vor allem die Angehörigen der Passagiere.





Rhetorik.ch 1998-2011 © K-K Kommunikationsberatung Knill.com