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www.rhetorik.ch aktuell: (1. Juli, 2006)

Kamera als Lügendetektor?






Jan Ullrich
Wir haben verschiedentlich Sportler und Sportfunktionäre beobachtet, die vor Mirkofon und Kamera Sachverhalte beschönigt oder bestritten hatten und sich nachträchtlich gezeigt hat, dass sie während eines Interviews gelogen haben. Bei Hochleistungssportler - vor allem bei Radrennfahrer - liegt die Versuchung nahe, illegale Möglichkeiten zu nutzen um ihre Leistung zu steigern. Mit Mitteln, die auch für Dopingkontrolleure schwer nachweisbar sind. Ein Sportler hat uns verraten: Ohne Blutdoping oder chemische Hilfe ist heute eine Tour de France nicht mehr zu gewinnen. Denn wer nicht nachhilft und sauber bleibt, habe keine Chance mehr gegenüber den Rivalen, welche die Dopingkontrolleure austricksen. Tatsächlich hinkt die Kontrolle den neuen schwer nachweisbaren Möglichkeiten (wie Blutdoping) hintennach.


Wir haben vor Jahren in Seminaren oft ein Interview von Oscar Camenzind gezeigt, als er vor der Kamera vehement abgestritten hatte, Doping genommen zu haben. Für uns war erstaunlich, dass schon damals die Betrachter intuitiv gemerkte hatten, dass der Sportler lügt Dies konnte per Körpersprache, verbale Aussagen, Stimme, Emotionen gesehen werden. Nachtäglich bestätigte sich dann, Camenzind hatte gelogen.

Gestern haben wir nun folgendes Interview vor den Fernsehkameras mit Jan Ullrich gesehen. Ullrich wurde ebenfalls mit Doping Vorwürfen konfrontiert. Er wurde mit Ivan Basso und weiteren Fahrern wegen "begründeter Zweifel an seiner Unschuldsbeteuerung" von der Liste der "Tour de France" gestrichen.


Beobachtungsaufgabe:

Überzeugt der Sportler? Gibt es Hinweise auf eine Lüge? Beachten Sie:
  • Stimme
  • Augen
  • Wortwahl
  • Paraverbale Signale
  • Sprechrhythmus
  • Pausentechnik
  • Atemtechnik
  • Ausdruck
  • Abschwächungssignale


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