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www.rhetorik.ch aktuell: (19. Juni, 2006)

Das Piratenbucht Debakel



Die schwedische Webseite "Pirate Bay" (Piratenbucht) ist weltweit eine der populästen Seiten für Bittorrent Information. Auf Druck der USA (man vermutet heute, dass die Initiative ganz von oben, vom weissen Haus aus angeordnet worden ist), hatte die schwedische Polizei Piratebay geschlossen.

Schon Anfangs Juni hatte das schwedische Fernsehen berichtet, die Aktion sei auf Druck der USA durchgeführt worden. Der Spiegel hatte am 6. Juni getitelt "Piratenkrieg in Schweden".


"Piratbay" ging für einige Tage nach Holland ins Exil, hiess "Polizei Bucht" und ist jetzt wieder in Schweden online, unter dem Namen "Phöix Bucht". Die Betreiber planen, Internetseiten in verschiedenen Ländern zu unterhalten, um das Risiko einer erneuten Razia zu verhindern.


Nach Alexa.com einer Firma, die den Internetverkehr misst, hat sich der Verkehr auf Pirate Bay nach der Razia verdoppelt und ist langfristig auf dem Niveau vor der Aktion. (Siehe Graph links). Die Firma sagt auf der Webseite, dass sie im Moment nicht mit Liefern von TShirts und anderem Werbematerial nachkommen. Der Schuss auf die Piraten könnte also nach hinten rausgegangen sein.


Übrigens, hier sind der Alexis Statistik von rhetorik.ch.


Der Vorfall ist immer noch interessant, denn es geht um die internationalen Beziehungen mit den USA. Die USA hat Handelsaktionen angekündigt, falls die Seite nicht geschlossen wird. Juristisch ist die Sache heikel, denn der Bittorrent Server selbst hat keine der getauschten Files auf dem Computer, nur Information, welche Teilnehmer Stückchen der File haben. Das Bittorrentprotokoll kann Daten zwischen verschiedenen Internetbenutzern austauschen, auch wenn die einzelnen Teilnehmer nur Stückchen der Files haben.


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