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www.rhetorik.ch aktuell: (15. Juni, 2006)

Reporter mit Sonnenbrille



US Präsident George Bush scherzt gerne mit Reportern an Pressekonferenzen. Bei einer Pressekonferenz am 14. Juni, 2006 im Rosengarten des Weissen Hauses ist aber er damit ins Fettnäpfchen getreten. Er machte eine Bemerkung über die Sonnenbrille von "Washington Post" Reporter Peter Wallsten. Was er dabei nicht wusste, ist dass Wallsten an der "Stargardt Krankheit" leidet und deshalb die Brille tragen muss, auch bei bedecktem Wetter.
Wallsten sagte später im Sender "CNN", dass Bush ihn später auf seinem Handy erreicht hatte und sich entschuldigt hatte. Wallsten habe selbst geantwortet, dass keine Entschuldigung nötig sei, weil niemand im Weissen Haus von seiner Behinderung gewusst habe. Er wolle nicht anders behandelt werden und Bush könne ihn auch ruhig in Zukunft weitersticheln. Bush solle gesagt haben: "Ok, ich werde das nächste mal eine andere Nadel brauchen". Wallstens einzige Beanstandung am Vorfall: Bush habe bei der Pressekonferenz seine Frage nicht beantwortet.
George Bush: Peter, werden Sie diese Frage mit Sonnenbrille stellen? Im Ernst. Ich bin interessiert an Deinem Sonnenbrillenblick. Peter Wallsten: Ich werde sie da belassen.
George Bush: Für die Zuschauer gibts keine Sonne. Peter Wallsten: Lacht. Das kommt auf die Perspektive an.
George Bush: Ok. Lacht. Clishe. Peter Wallsten: Um auf die Frage des anderen Peters zurückzukommen. Die Frage über Karl Rove.
George Bush: Ach ja. Peter Wallsten: Er sagte, dass Sie erleichtert waren über das, was gestern passiert war. Das Amerikanische Publikum hat aber im Verlauf der Ermittlungen viel darüber gelernt, was im Weissen Haus passiert ist. Dinge, die sie vorher nicht gewusst haben, zum Beipiel über die Art, wie einige Leute Joe Willson behandelt hatten. Ich wollte fragen, ob Sie etwas gelernt haben, dass Sie vorher nicht gewusst haben. Haben Sie im Sinne, mehr Glaubwürdigkeit herzustellen?
George Bush: Ich denke, die Rede der Ankläger spricht für sich selbst. Karl Row hatte ging durch all die Ermittlungen. Er hat vor dem Gericht geredet. Mehrmals. Sie haben gut auf ihn geschaut. Zweitens. Ich hatte das dem anderen Peter gesagt: es gibt noch ein Gerichtsverfahren. Es ist ein ernstes Geschäft. Ich sage es nochmals. Wir legen diese Sache hinter uns und gehen vorwärts.
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