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www.rhetorik.ch aktuell: (14. Dezember, 2005)

Der Ex-Kanzler und die Ostsee Gaspipeline



Schröders neuer Job

Gerhard Schröder löste harte Kritik aus, weil er sich als Aufsichtsratschef der Betreibergesellschaft für die Ostsee-Gaspipeline einsetzen lässt und angeblich eine Million Jahressalair erhalten soll. Das Ganze wird als Putinscher Feundschaftsdienst gesehen, weil Schröder sich noch während der Amtszeit für dieses Gasgeschäft stark gemacht hatte. Ein Journalist des Schwarzwälderbotes fragte:

"Versilbert der Staatsmann a.D. politische Dienste? Setzten- wieder einmal- beim Lockruf des grossen Geldes, Verstand und Anstand aus?"


Der Ruf Schröders steht auf dem Spiel

Die Geschichte mit dem neuen Job Schröders ist gewiss nicht abgeschlossen. Was uns interessiert: Wie verhält sich Schröder in dieser unangenehmen Situation? Letztlich geht es um seinen Ruf. Die ganze Woche brachen alle deutschen Medien die Thematik. Es ist nicht nur eine gezielte Kampagene. Es gibt ein grosses Unbehagen. Er hat ungeschickt gehandelt und gibt den Salair nicht bekannt. Vor allem, weil er die Gasleitung als Kanzler eingefädelt hatte und Polen and die Ukraine umgangen hat. Die 1200 lange Leitung geht durchs Meer von der Russischen Stadt Babayevo nach Vyborg und dann durchs Baltische Meer nach Greifswald in Deutschland.

Spass der Politiker

SPD-Politiker Klaus Uwe Benneter will eine Lanze für Schröder brechen: Schröders Job sei "im ureigensten Interesse Deutschlands". Das Pipelineprojekt sei eine Chance, um in der Energieversorgung und beim Thema Öl unabhängiger zu werden. Westerwelle:

Es gehe bei dem Projekt nicht um Öl, sondern um "Gas und Koh-le".


Nachtrag vom 15. 12. 2005: Karikatur aus "Die Zeit, 15. Dezember 2005:


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